D' Bremer Stadtmusikante

Märchen brauchen wir alle

Dialektfassung nach den Gebrüdern Grimm, verfasst von Werner Flück, dem Vater von
"Dominik Dachs und die Katzenpiraten" (und vielen anderen).

Dauer 40 Minuten, 8 Mitspielerinnen, unverdeckt spielendes Team
Text ab Tonband, mit bekannten «Märli»-Sprechern aus den 70er-Jahren.

 

Die Weisheit, die in den Märchen der Gebrüder Grimm steckt, ist zeitlos.
Und das Schicksal der Stadtmusikanten, die nicht unbedingt nach Bremen marschieren müssten, es könnte auch Bern oder Bilbao sein, fasziniert Erwachsene und Kinder gleichermassen: Allen ein Schnippchen schlagen, das lieben die Jungen; die Räuber verjagen, das wünschen sich die Erwachsenen und erst noch einen schönen Lebensabend haben, wer möchte das nicht von den Alten?

Im Banne vieler dünner Fäden klagt der abgeschobene Esel dem Mäuschen sein Altersleid. Aufgemuntert vom schlauen Mäuslein macht er sich, plötzlich risikofreudig geworden, auf den Weg nach Bremen. Unterwegs trifft er den Hund, der nicht mehr bellen kann, das Büsi mit Kopfweh, den Güggel, der Anwärter auf einen Suppentopf ist.
— Nicht zu hoch, nicht zu tief und alles schön im Takt — so ist das krächzende, krähende, heiser bellende – Verzeihung singende – Quartett unterwegs. Bis eben die Geschichte mit den Räubern im Wald dazwischenkommt. 
Vierschrötig sitzen die Gesellen im Räuberhaus inmitten von Wurst und Schinken und planen den nächsten Ueberfall. Aber nur so lange, bis ihnen das Quietschkonzert in die Knochen fährt und sie flüchten. Endlich können sich die verschupften Vier auch an Köstlichkeiten gütlich tun. Und endlich sind sie erfüllt von der Genugtuung, dass auch die «schwachen Ueberflüssigen» mit List die «starken Bösen» aus dem Felde schlagen.

d'Bremer Stadtmusikante