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Die Weisheit,
die in den Märchen der Gebrüder Grimm steckt, ist zeitlos.
Und das Schicksal der Stadtmusikanten, die nicht unbedingt nach
Bremen marschieren müssten, es könnte auch Bern oder Bilbao
sein, fasziniert Erwachsene und Kinder gleichermassen: Allen ein
Schnippchen schlagen, das lieben die Jungen; die Räuber verjagen,
das wünschen sich die Erwachsenen und erst noch einen schönen
Lebensabend haben, wer möchte das nicht von den Alten?
Im Banne
vieler dünner Fäden klagt der abgeschobene Esel dem Mäuschen
sein Altersleid. Aufgemuntert vom schlauen Mäuslein macht er
sich, plötzlich risikofreudig geworden, auf den Weg nach Bremen.
Unterwegs trifft er den Hund, der nicht mehr bellen kann, das Büsi
mit Kopfweh, den Güggel, der Anwärter auf einen Suppentopf
ist.
— Nicht zu hoch, nicht zu tief und alles schön im Takt
so ist das krächzende, krähende, heiser bellende
Verzeihung singende Quartett unterwegs. Bis eben die Geschichte
mit den Räubern im Wald dazwischenkommt.
Vierschrötig sitzen die Gesellen im Räuberhaus inmitten
von Wurst und Schinken und planen den nächsten Ueberfall. Aber
nur so lange, bis ihnen das Quietschkonzert in die Knochen fährt
und sie flüchten. Endlich können sich die verschupften
Vier auch an Köstlichkeiten gütlich tun. Und endlich sind
sie erfüllt von der Genugtuung, dass auch die «schwachen Ueberflüssigen»
mit List die «starken Bösen» aus dem Felde schlagen.
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